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Vorgezogene Bescherung

Grimmaer Feuerwehr freut sich über neues Löschgruppenfahrzeug
VON FRANK SCHMIDT

Grimma. Bei der Freiwilligen Feuerwehr in Grimma war jetzt schon Bescherung. Der Weihnachtsmann höchstpersönlich (in Gestalt von Oberbürgermeister Matthias Berger) und seine attraktive Weihnachtsfrau (Ordnungsamtschefin Katrin Werner) kamen mit einem nagelneuen Feuerwehrauto vorgefahren und machten damit dem Kameraden ein vorzeitiges Weihnachtsgeschenk.
Es handelt sich dabei um ein 15 Tonnen schweres Löschgruppenfahrzeug LF 20, das allerdings sinnbildlich gesehen eine beinahe sechsjährige Reise vom ersten Gedanken der Anschaffung bis zur Anfahrt am Gerätehaus hinter sich hat, denn so lange hat das gesamte Beschaffungsprozedere gedauert. Stadtwehrleiter Michael Grimm erklärte zur Ausstattung, dass dieses Fahrzeug mit Platz für neun Einsatzkräfte neben den üblichen Gerätschaften für Gefahrguteinsätze und Unwetternotlagen zusätzlich mit Schere und Spreizer für Unfalleinsätze beispielsweise auf der nahen Autobahn A14 ausgestattet ist und über einen 2200 Liter großen Wassertank für Löscheinsätze verfügt. „Das ist also kein reines Löschfahrzeug, sondern wird auch für technische Hilfeleistungen zum Einsatz kommen“, sagte Grimm. In jedem Fall ist es mit hochmoderner Technik bestückt, die beherrscht sein will. Weshalb sich fünf Kameraden einem eintägigen Crashkurs in der Handhabung beim Fahrzeughersteller unterziehen mussten. Denn, so der Feuerwehrchef Grimm, „das Fahrzeug geht sofort in die Einsatzbereitschaft. Was für die Floriansjünger ein immenser Quantensprung in der Einsatzqualität bedeutet“, so Grimm. In der Folge werden zwei ältere Fahrzeuge aus dem Bestand genommen, die jedoch innerhalb der Großen Kreisstadt umgesetzt werden, kündigte Grimm an. Gemeint ist ein Voraus-Rüstwagen VRW, den die Kameraden in Mutzschen in ihren Bestand aufnehmen, und ein reines Löschgruppenfahrzeug LF 16, welches in Großbardau ein auszurangierendes Löschgruppenfahrzeug aus dem Jahr 1983 ersetzen wird.
Die Kosten für das etwas andere Weihnachtsgeschenk werden mit 400 000 Euro angegeben, wobei eine Förderung von 214 000 Euro durch den Freistaat Sachsen den kommunalen Eigenanteil auf 186 000 minimiert. Notwendig war eine europaweite Ausschreibung, erklärte Thomas Knoblich, in dessen Amtszeit als Stadtwehrleiter die Anschaffung 2011 auf den Weg gebracht worden war. Grundlage war die Fortschreibung des Feuerwehrbedarfsplanes, um das Fahrzeug in den Notwendigkeitsstatus zu heben. „Erst dann konnte die Tippel-Tappel-Tour beginnen, von der Finanzierung und

Theorie und Praxis sind wie Feuer und Wasser

Sachsen Sonntag vom 30.06.2013

Ehrenamtliche Einsatzkräfte riskieren ihren Job


MULDENTAL. Den heute zu Ende gehenden Juni 2013 wird so schnell keiner aus seinem Gedächtnis streichen. Diese 30 Tage zusammengefasst, bleiben als Katastrophenmonat haften. Beginnend mit dem zweiten Jahrhunderthochwasser in einem Jahrzehnt. Gefolgt vom Großfeuer auf dem Flutmüllplatz in Grimma. Last, but not least bringt ein kurzes, aber heftiges Gewitter mit seiner Sintflut das Fass buchstäblich zum Überlaufen.
„Da könnte man schon abergläubig werden“, meinte Matthias Berger so, als fiele dem sonst redegewandten Grimmaer Oberbürgermeister nichts mehr ein, angesichts der Ereignisse links und rechts der Mulde zwischen Colditz und Kollauer Wehr. „Die Einsatzkräfte kommen gar nicht zur Ruhe“, fand auch ein sichtlich betroffener Landrat Gerhard Gey letzte Worte dazu.Und damit sind gleichermaßen die hauptamtlichen Retter und Helfer des Rettungsdienstes sowie der Polizei gemeint.Aber eben auch rückwärtige Dienste, auf die Berger aufmerksam machte. Also jene Kräfte in den Verwaltungen der Städte und Gemeinden, die, so das Stadtoberhaupt, „an ihren Plätzen Großartiges geleistet haben und neben ihrer monatlichen Entlohnung zusätzliche Anerkennung verdienen.“ Schon Übermenschliches ist den ehrenamtlichen Einsatzkräften vor allem von Feuerwehr, THW und DRK abverlangt worden – beinahe rund um die Uhr und bis zur Erschöpfung. Und ganz nebenher mussten viele von ihnen nach ihrer aufopferungsvollen Tätigkeit ihrem Job nachgehen. Würden sie das nicht tun, riskierten sie ihre Jobs. Auch deshalb appellierte der Trebsener Stadtwehrleiter, Christian Pfaff, öffentlich an alle Arbeitgeber, Hilfskräfte für die Einsätze freizustellen. „Ich will nicht“, machte er eine klare Ansage, „dass auch nur einer meiner Männer für seinen ehrenamtlichen Einsatz bestraft wird, indem er den Arbeitsplatz verliert.“

Diese Gefahr ist gar nicht so unrealistisch, obwohl es dafür eine klar formulierte Gesetzgebung gibt. „Sich aber daran halten, das steht auf einem anderen Blatt Papier“, meinte ein Kamerad, der beim Großfeuer dabei war, jedoch besser namentlich unerwähnt bleiben möchte. „Mein Chef wird das bestimmt auch lesen“, sinnierte er über die Sorgen auch anderer Kameraden. Und vom Grimmaer Stadtwehrleiter, Thomas Knoblich, ist bestätigt worden, „dass wir einige Kameraden aus den Einsätzen rauslösen mussten, weil die Arbeit ruft.“ Gleiches war in Colditz vom Steinbacher Wehrleiter Steffen Olschak zu hören. Einige seiner Mannen hatte er ziehen lassen müssen, „weil die Jungs in die Nachtschicht gehen.“ Dabei ist gesetzlich festgeschrieben, „dass ehrenamtlich tätige Angehörige in Feuerwehren und im Katastrophenschutz verpflichtet sind, an Einsätzen, Übungen sowie Aus- und Weiterbildungen teilzunehmen.“ Und: „Daraus dürfen ihnen keine Nachteile im Arbeits- oder Dienstverhältnis erwachsen.“ Theorie und Praxis sind wie Feuer und Wasser, obwohl die Arbeitgeber wissen, dass es auch für den Arbeitsausfall von Arbeitnehmern eine gesetzliche Regelung gibt.

Nachteile im Arbeits oder Dienstverhältnis dürfen nicht erwachsen.

Frank Schmidt

Hochwasser und Feuerbrunst – vor allem ehrenamtliche Einsatzkräfte riskieren dabei nicht nur ihr Leben, sondern auch ihren Job.

LVZ Bericht 26.02.13 "Rauchmelder" die Erste

Sachsens Feuerwehren fordern Rauchmelder in allen Wohnungen

Verband beklagt Bürokratie im Innenministerium / Wohnungswirtschaft befürchtet hohe Kosten

Leipzig. Der Landesfeuerwehrverband schlägt Alarm: Sachsen sei inzwischen neben Berlin das einzige Bundesland, das noch keine Rauchmelderpflicht in Wohnungen habe. Die Verhandlungen mit dem Innenministerium stagnieren seit Jahren. Angesichts schwerer Wohnungsbrände, die auch im vorigen Jahr wieder Menschenleben forderten, bestehe akuter Handlungsbedarf.
Von Matthias Pöls und Olaf Majer
Ein Rauchmelder kann Leben schützen - das der Wohnungsbewohner und das der Feuerwehrkameraden. Karsten Saack, Chef des Landesfeuerwehrverbandes Sachsen, fordert seit Jahren, dass sich endlich auch der Freistaat zur Rauchmelderpflicht in Wohnungen bekennt. Stattdessen erlebt er Stillstand in den Verhandlungen mit dem Innenministerium. "Wir hören dort immer dasselbe, dass dafür eine Änderung der sächsischen Bauordnung nötig sei und dafür das Wirtschaftsministerium zuständig ist." Saack beklagt, dass es am politischen Druck und Willen fehle, diese Gesetzesänderung endlich ministeriumsübergreifend zu beschließen. "Es ist frustrierend, Sachsen hat inzwischen die rote Laterne bei der Rauchmelderpflicht."
Im Unterschied zu Sachsen gilt in Sachsen-Anhalt und Thüringen diese Vorschrift. Erst vor wenigen Tagen hat die Regierung in Erfurt den Gesetzestext sogar noch erweitert: Nicht nur Neubauten sollen ausgestattet werden, sondern auch Altbauten - allerdings mit einer Übergangsfrist bis 2020.
"Falls so etwas auch in Sachsen kommt, dann brauchen wir mindestens auch so lange Übergangsfristen", sagt dagegen Siegfried Schneider, der Direktor des Verbandes der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft. Denn die Umrüstung koste einen zweistelligen Millionenbetrag für die etwa 340000 Wohnungen der Gesellschaften. Das sei nicht zu leisten, außer der Staat beteilige sich an den Kosten. Grundsätzlich sei man daher eher für eine freiwillige Ausstattung.
"Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Rauchmelder-Installation finanziell gefördert wird", sagt Oliver Fritzsche, Sprecher des Arbeitskreises Innenpolitik der CDU. Zudem müsse im Vorfeld geklärt werden, welche Auswirkungen ein Verstoß auf die Schadensregulierung der Versicherung habe oder wer die Installation der Geräte durchführen soll. Koalitionspartner FDP spricht sich komplett gegen eine Pflicht aus. Benjamin Karabinski, innenpolitischer Sprecher der Landtags-Fraktion, hält den Nutzen von Rauchmeldern nicht ausreichend geklärt.
Das sieht die Feuerwehr im Freistaat Sachsen ganz anders. "Es gibt genügend Fälle, wo Rauchmelder das schlimme Ende hätten verhindern können", sagt Joachim Petrasch. Der Sprecher der Leipziger Feuerwehr kennt zahlreiche Fälle, in denen gerade Kinder ums Leben kamen. Die Feuerwehr in Sachsen kämpft seit Jahren für eine Pflicht, "denn ohne die funktioniert es nicht".

LVZ Bericht 26.02.13 "Rauchmelder" die Zweite

Gefährlicher Qualm: Sachsen tut sich schwer mit Rauchmeldern

CDU-Landtagsfraktion zögert / Auch FDP ist für Aufklärung, aber nicht für Zwang

Leipzig. Rund 600 Menschen sterben bundesweit jedes Jahr bei Bränden. Bricht ein Feuer nachts aus, ersticken die Opfer oft am Rauch, bevor sie den Brand überhaupt bemerken konnten. In elf Bundesländern sind Rauchmelder gesetzlich vorgeschrieben. In Sachsen kommt es offenbar nicht dazu, obwohl der Landtag gerade die Novellierung des Gesetzes diskutiert.
Von Matthias Pöls
"Wer durch Rauch in der Wohnung gestorben ist, hatte keinen Warnmelder", sagt der Sprecher der Leipziger Feuerwehr. Joachim Petrasch kann sich bei diesem Thema schnell in Rage reden. Zu viel haben die Männer bei ihren Einsätzen schon erlebt: Kinder, die im Zimmer kokeln, Eltern, die nicht richtig aufpassen. Die Feuerwehr kann am Ende nur die verkohlten Leiche bergen - erstickt im Rauch. Drei Atemzüge Qualm reichen. Ein Rauchmelder jedoch warnt frühzeitig, bevor die Luft zu dick wird. Petrasch kämpft seit Jahren für die gesetzliche Pflicht, auch in Privatwohnungen. "Denn allein freiwillig funktioniert nicht." "Rauchmelder retten Leben" - die gleichnamige Initiative gab eine Forsa-Umfrage in Auftrag. Diese ergab, dass nur in jedem fünften Haushalt Sachsens so ein Gerät installiert ist.
Rheinland-Pfalz war vor zehn Jahren Vorreiter. Nordrhein-Westfalen will die gesetzliche Pflicht für Rauchmelder auf den Weg bringen, Anfang 2012 waren bei einem verheerenden Feuer in Aachen drei kleine Kinder gestorben. Auch Nachrüstungen verlangen die Landesbauordnungen inzwischen: Sachsen-Anhalt bis Ende 2015, Thüringen bis 2020.
Sachsen setzt auf freiwillige Installationen. "Allerdings zeigen die Rückmeldungen, dass es hier eine ziemlich geringe Akzeptanz gibt", muss Innenminister Markus Ulbig (CDU) feststellen. Grundsätzlich ist er für die gesetzliche Verpflichtung. Doch die CDU-Landtagsfraktion zögert. "Ich möchte das nicht direkt befürworten", sagt Oliver Fritzsche, Sprecher des Arbeitskreises Innenpolitik der CDU. Ein Grund: Werden Versicherungsleistungen gekürzt, wenn gegen die Rauchmelder-Pflicht verstoßen wird? Diese Frage stellte die Partei dem Gesamtverband der Deutschen Versicherer (GDV). "Uns ist kein Fall bekannt", erklärt GDV-Sprecherin Kathrin Jarosch. Es sei auch unerheblich, da ein Rauchmelder nicht die Ursache des Brandes ist. "Wir begrüßen es daher, wenn eine Pflicht auch in Sachsen bestehen würde."
"Rauchmelder sind sinnvoll, eine Pflicht ist es nicht", so Benjamin Karabinski, innenpolitischer Sprecher der Liberalen. Es brauche Aufklärung über den Nutzen von Rauchmeldern, keinen Zwang. "Und wer übernimmt die Verantwortung für die Wartung?" Rund die Hälfte der Bundesländer, die das Gesetz verabschiedet haben, vergibt die Aufgabe an den Vermieter, die andere an den Mieter. Bei der Wartung der Geräte geht es im Wesentlichen um den Wechsel der Batterien und einen regelmäßigen Funktionscheck.
Die Installation ist der andere Punkt - die Kosten hätten vor allem die großen Wohnungsgesellschaften zu tragen. 340000 Wohnungen der Unternehmen sind beim Verband der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft organisiert. Verbandsdirektor Siegfried Schneider ist gegen eine Pflicht. Bei Modernisierungen rüste man ja ohnehin schon nach. "Wenn das Gesetz kommt, dann nur mit ausreichender Übergangsfrist für bestehende Wohnungen. Außerdem muss sich der Staat dann finanziell beteiligen."
So wird über die Rauchmelderpflicht vorerst weiter gestritten. Der Landesfeuerwehrverband glaubt nicht mehr an einen gemeinsamen politischen Willen. So wie es aussieht, "hat Sachsen hier die rote Laterne sicher", sagt der Leipziger Petrasch. "Dabei sind alle Feuerwehrleute in Sachsen für eine Pflicht." Die haben die Bilder im Kopf, vor allem von den Momenten, als es zu spät war.

Jahreshauptversammlung am 01.02.2013

Brand in Golzern größter Einsatz

Ortsfeuerwehr Grimma zieht Jahresbilanz / Floriansjünger rücken 117-mal aus

Grimma. Langeweile habe es für die 92 Feuerwehrleute im vergangenen Jahr nicht gegeben, versicherte Thomas Knoblich, Leiter der Grimmaer Ortsfeuerwehr, auf der Jahreshauptversammlung. Zu 117 Einsätzen waren die Kameraden 2012 gerufen worden - nahezu 3000 Stunden, in denen Menschenleben und Tiere gerettet und Sachwerte geschützt wurden.
Die Zahl der Einsätze, die sich im Vergleich zu 2011 um 13 steigerte, sei umso bemerkenswerter, weil mittlerweile eine Spezialfirma mit der Beseitigung von Ölspuren betraut wurde und damit rund 40 "Technische Hilfeleistungen" weniger im Feuerwehr-Tagebuch eingetragen sind als die Jahre zuvor. Das Gros der Einsätze - 74 insgesamt - waren kleinere und große Brände beziehungsweise Alarmierungen durch Brandmeldeanlagen. So stand im Januar ein Einfamilienhaus in Beiersdorf in Flammen, einige Tage später kam es zum Großbrand im Landhandel Golzern. "Das war nicht nur für uns, sondern für sieben Feuerwehren der Region mit 113 Einsatzkräften und fast 24 Stunden Einsatz die größte Herausforderung des Jahres", sagte Knoblich.
Auch zu Fahrzeugbränden an und auf der Autobahn, zahlreichen lodernden Containern, brennenden Strohballen in Mutzschen und mehreren Laubenbränden rückten die 56 aktiven Kameraden aus. Von der Suche nach vermissten Personen und dem Einsetzen der Hochwasserbalken beim Februar-Eisgang der Mulde über die Bergung von Personen aus Unfall-Fahrzeugen und den Einsatz der Taucher in der Mulde bei Nerchau bis hin zur Rettung von Störchen und Mauerseglern reicht weiterhin die Palette.
Nahezu 2800 Ausbildungsstunden leisteten die Kameraden im vergangenen Jahr bei 43 Diensten. Auf Sonderlehrgängen qualifizierten sich zahlreiche Feuerwehrleute zum Motorketten- sägeführer und zum Maschinisten, schlossen Atemschutzlehrgänge ab oder bildeten sich an der Landesfeuerwehrschule weiter. "Die Lehrgänge auf Kreisebene wurden von unseren eigenen Kameraden, die sich als Ausbilder qualifiziert haben, selbst durchgeführt", sagte der Wehrleiter und verwies auf die Zahl von rund 100 Grimmaer Feuerwehrleuten einschließlich der Ortswehren, die solche Lehrgänge besuchten. Auch an zwei Ganztags- Großübungen des Katastrophenschutzes nahmen die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Grimma im vergangenen Jahr teil.
Thomas Knoblich schaute zurück: "Es verging kaum ein Wochenende, an dem nicht irgendeine Verpflichtung anstand, auch wochentags. Teilweise bis zu drei Ereignisse an einem Tag. Nur ein Beispiel: Absicherung der deutschen Radmeisterschaft, Atemschutzlehrgang und Unterstützung der Kita am Schwanenteich zum Tag der offenen Tür - alles an einem Tag." Und aus solchen Zeitgründen habe trotz dreimaliger Verschiebung des Termins eine geplante Busfahrt mit den Angehörigen leider ausfallen müssen. "Den dritten Termin am 22. September haben wir zugunsten der Katastrophenschutzübung im Krankenhaus geopfert", sagte Knoblich. Etwas skeptisch sehe er deshalb der schon langfristig geplanten Fahrt für dieses Jahr entgegen.
Neben einigen Beförderungen und Neuaufnahmen gab es auf der Jahresversammlung Ehrungen für langjährige Feuerwehrleute. So wurden Reinhard Langner und Gotthardt Weißmüller zum Ehrenmitglied ernannt, Thomas Knoblich erhielt die Auszeichnung für 40 Jahre Mitgliedschaft, und der 86-jährigen Johanna Peschke, die lange Jahre als Kassenwart tätig war, konnte das Ehrenkreuz für 50 Jahre treue Dienste in der Feuerwehr verliehen werden. Silke Hoffmann
Strahlende Feuerwehrleute: Die mit dem Ehrenkreuz ausgezeichnete Johanna Peschke mit Wehrleiter Thomas Knoblich (l.) und seinem Stellvertreter Michael Grimm.Foto: Silke Hoffmann

Aus sechs werden vier? (LVZ-Bericht)

Freiwillige Feuerwehren in Leipnitz und Böhlen stehen auf dem Prüfstand

Grimma. Die Standorte der Freiwilligen Feuerwehren Böhlen und Leipnitz stehen auf dem Prüfstand. Der Entwurf des Brandschutzbedarfsplanes für Grimma beinhaltet, dass es für die Sicherheit der Bürger ausreichen würde, statt sechs Wehren in Thümmlitzwalde nur noch vier Wehren vorzuhalten. Das sehen die Kameraden der Feuerwehren von Böhlen und Leipnitz anders.
"Wir sind enttäuscht, dass das stabile Gefüge der Feuerwehren infrage gestellt wird. Als Thümmlitzwalde am 1. Januar 2011 nach Grimma eingemeindet wurde, war noch die Rede davon, dass die Feuerwehren Bestand haben", schimpft Günter Keller von der Böhlener Wehr. Der Wehr gehören 21 aktive Feuerwehrleute an. Regelmäßig würden sich die Florianjünger treffen, um sich der Gerätekunde zu unterziehen, die Atemschutztechnik zu trainieren sowie Pumpen und Aggregate beherrschen zu lernen. "Wird ernsthaft in der Stadt Grimma geglaubt, dass man so einfach aus sechs Wehren vier machen kann?", fragt Keller. Denn mit der Schließung der Böhlener Wehr würden die meisten Kameraden ihre Uniform an den Nagel hängen, ist sich auch der Chef der Wehr, Manfred Scholz, sicher. "Viele versehen ihren Dienst, da sie sich mit ihrem Ort Böhlen verbunden fühlen", legt Scholz nach. Die Böhlener Florianjünger würden nicht in Zschoppach, Dürrweitzschen, Ragewitz oder Pöhsig ihren Dienst versehen, wenn das in Böhlen nicht mehr möglich ist. "In unseren Reihen sind sieben junge Kameraden zwischen 18 und 26, die ihre Ausbildung als Truppmann, Truppführer, Atemschutzgeräteträger, Maschinisten oder Sprechfunker abgeschlossen haben", zählte er weiter auf. "Kann man auf solche Kameraden einfach verzichten?", stellt er in den Raum.
Das fragt sich auch der Feuerwehrchef der Leipnitzer Wehr, Bernd Ziegner. Zu seinen Mannen gehören 19 aktive Feuerwehrleute und fünf Jugendliche. "Wir leben hier auf dem Lande. Es wohnen nur wenige Bewohner auf einem großen Terrain. Wenn es brennt, sind Ortskenntnisse erforderlich, die nur die Feuerwehrleute aus den Orten haben", erklärt Ziegner.
"In Seidewitz haben wir ein Kinderheim und ein Sägewerk, da kann es schnell zu einem Brand kommen, da entscheiden nicht Minuten, sondern Sekunden", ist sich Manfred Scholz sicher. Keine Berücksichtigung im Brandschutzbedarfsplan habe gefunden, dass die Stadtgrenze Grimma identisch ist mit dem Flusslauf der Freiberger Mulde, die im Einsatzbereich der Ortswehr Böhlen liege. "Die Flussproblematik ist im Entwurf nicht erwähnt, obwohl das Jahr 2002 zeigte, wie wichtig die Florianjünger in solch einem Fall sind", sagt Scholz.
"Ich kann damit mitgehen, dass man das Personal zusammenlegt und nur noch einen Leiter für drei Wehren hat, jedoch müssen die Standorte erhalten bleiben", ist Ziegner überzeugt. Denn auch in Leipnitz gäbe es einen Kindergarten, ein Agrarunternehmen mit vielen Ställen und den Thümmlitzwald, was eine unmittelbare Präsenz der Feuerwehr erfordert.
"Die Technik der Böhlener Wehr wurde 2010 fast komplett neu beschafft. Ebenfalls erhielten wir ein Notstromaggregat und einen Beleuchtungssatz, so dass die Stadt in den nächsten zehn Jahren keine Technik für uns anschaffen müsste", ergänzt Scholz. In Sachen Schutzausrüstung sei vieles neu gekauft worden. Auch das Gerätehaus sei in einem guten Zustand.
"Wenn auch im Vordergrund des Bedarfschutzplans die Sicherheit der Bürger steht, so darf dabei nicht vergessen werden, dass die Feuerwehr ein wichtiger Bestandteil des gesellschaftlichen Lebens im Ort darstellt", sagt Scholz. Darüber hinaus unterstützen die Feuerwehrleute Großveranstaltungen in und um Grimma.
Noch ist nichts entschieden. Ein unabhängiges Ingenieurbüro legte den ersten überarbeiteten Entwurf unter Berücksichtigung der von den Ortsfeuerwehren eingegangenen Stellungnahmen vor. Über den Feuerwehrbedarfsplan müssen noch die Stadträte von Grimma abstimmen. Zu ihnen gehört Jürgen Wick (Wählervereinigung Grimma Stadt und Land). "Ich stehe dazu, dass der Brandschutzbedarfsplan regelmäßig überarbeitet werden muss", erklärt er. Er sei jedoch enttäuscht, dass die Rede davon ist, dass von heute auf morgen Feuerwehrstandorte wie Leipnitz und Böhlen dicht gemacht werden sollen. "Das stößt die Feuerwehrleute vor den Kopf. Ich sehe die große Gefahr, dass wir in drei bis vier Jahren nicht mehr in der Lage sind, die Sicherheit der Bürger ohne eine Berufsfeuerwehr zu gewährleisten", sagt er. Das würde der Stadt Grimma mehr Geld kosten, als die Standorte derzeit zu erhalten. "Ich könnte mir vorstellen, dass eine Zusammenlegung über einen längeren Zeitraum möglich wäre. "Doch nicht gegen den Willen der Wehren, sondern gemeinsam mit ihnen", so Wick.
Cornelia Braun

Dank an Feuerwehr zum Reiterfest in Bahren

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Ministerehrung Bahnunfall Lauterbach

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Jahreshauptversammlung 19.03.2010

Jahreshauptversammlung 06.02.2009 (LVZ-Bericht)

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